Glossar
A-Modell
Finanzierungsmodell, das den mehrstufigen Autobahnausbau
durch einen privaten Betreiber vorsieht. Dazu gehören
der Ausbau zusätzlicher Fahrbahnen sowie Erhaltung, Betrieb
und Finanzierung von Teilstrecken der Bundesautobahn.
Der Konzessionär erhält eine Anschubfinanzierung
sowie die auf der Teilstrecke erwirtschafteten Einnahmen
aus der Lkw-Maut.
Asset/Asset-Management
Assets sind Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
Das Asset-Management umfasst sämtliche Aktivitäten
im Bereich Haus-, Immobilien- und Objektverwaltung.
Dazu gehören zum Beispiel Mietbuchhaltung inklusive
Verwaltung, Nebenkostenabrechnung und Mieterbetreuung,
Instandhaltung technischer Anlagen, Energiemanagement,
Koordination von Erneuerungs- und Modernisierungsmaßnahmen
bis hin zu kurz- und mittelfristigen
Planungen aller relevanten, objektbezogenen Cashflows.
BOOT-Konzessionen
Bei BOOT-Konzessionen (Build-Own-Operate-Transfer) ist
das Unternehmen für das Bauen, Besitzen, Betreiben und
die Rückübertragung eines Projekts nach einer bereits im
Vertrag festgelegten Periode zuständig.
Business-Process-Outsourcing-Projekt (BPOProjekt)
Ein Projekt zur Auslagerung des gesamten Beschaffungsprozesses
und des Beschaffungsmanagements von indirekten
Materialien und Dienstleistungen, die nicht direkt
der Bautätigkeit zuzuordnen sind, an einen externen
Dienstleister.
Cashflow
Kennzahl zur Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens.
Wird als Nettozufluss der flüssigen Mittel aus der
Umsatztätigkeit und weiteren operativen Tätigkeiten interpretiert.
Construction-Management at Fee
Bei dieser Form der Projektabwicklung berät der Construction-
Manager den Bauherrn und erbringt für ihn in der
Planungs- und Bauphase gegen eine Gebühr Leistungen
wie etwa Verwaltung, Bauplanung und Überwachung des
Baufortschritts. Finanziell ist der Construction-Manager
nicht oder nur unwesentlich an dem jeweiligen Projekt beteiligt.
Contract-Mining
Beim Contract-Mining lagert der Besitzer einer Mine bestimmte
Aufgaben in der Mine an einen Dienstleister aus.
Die australische HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaft
Leighton übernimmt im Auftrag der Eigentümer die Förderung
von Rohstoffen wie Erz und Kohle auf Basis langfristiger
Verträge.
Contractual-Trust-Arrangement (CTA)
Im Grundsatz beschreibt das CTA einen betriebsinternen
Pensionsfonds, dessen Vermögen unter einem eigenen
"Rechtsmantel" aus dem Unternehmen ausgelagert wird.
Einem CTA werden der Höhe und dem Zeitpunkt nach
freiwillig Vermögenswerte zugewendet, die gemäß Vertrag
ausschließlich und unwiderruflich nur für den Zweck der
Deckung und Finanzierung der Pensionsverpflichtungen
des Unternehmens verwendet werden dürfen. Es handelt
sich also um die Rückdeckung einer Direktzusage über
eine Treuhandfondslösung.
Drei-Marken-Strategie von Leighton Holdings
Die drei-Marken-Strategie bezeichnet drei eigenständig im
Markt agierende Tochterunternehmen (Thiess, Leighton
Contractors, John Holland) von Leighton Holdings, die ihr
Geschäft selbstständig betreiben.
Ducon (DUctileCONcrete)
Ducon bezeichnet einen mikrobewehrten Hochleistungsbeton,
der aufgrund seiner einzigartigen Materialeigenschaften
für eine Vielzahl von Anwendungen eine wirtschaftliche
und dauerhafte Lösung darstellt. Ducon zeichnet
sich durch sein extrem duktiles Materialverhalten bei
gleichzeitig hoher Tragfestigkeit aus. Ducon eignet sich
insbesondere für schlanke Bauteile. Typische Anwendungen,
in denen Ducon sein volles Potenzial ausspielen
kann, sind beispielsweise Sprengschutzwände und
-fassaden, Stützummantelungen und hoch belastete
Industriefußböden.
Eigentragungsmodell
Unternehmerische Risiken bis zu einer definierten maximalen
Schadenshöhe, abhängig von Finanzkraft sowie
Risikophilosophie,
trägt das Unternehmen selbst. Die gängigsten
Methoden sind die Vorschaltung eines substanziellen
Selbstbehalts bei Versicherungen, zum Beispiel pro
Schadensfall und Jahr, oder die Vorhaltung von konzerneigenen
(Rück-)Versicherungsgesellschaften, sogenannten
Captives.