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Markt für nachhaltiges Bauen wächst kontinuierlich: Zertifizierung durch deutsches Gütesiegel

In Zeiten steigender Energiepreise und zahlreicher politischer Programme zum Klimaschutz kommt dem Thema Nachhaltigkeit auch in der Bauwirtschaft eine zunehmende Bedeutung zu. Besonders stark betrifft dies den Immobiliensektor – Bauwerke haben einen Anteil von etwa 50 Prozent am Primärressourcenverbrauch. Gerade hier liegt also hohes Einsparpotenzial für den Einsatz von Energie und den Ausstoß von Kohlendioxid.

Bei HOCHTIEF spielt das nachhaltige Bauen schon seit Langem eine wichtige Rolle. In Deutschland, aber auch international setzen wir mit innovativen, nachhaltig realisierten Gebäuden Standards. Unser Angebot, den gesamten Lebenszyklus von Projekten zu bearbeiten, ist für nachhaltig angelegte Projekte optimal zugeschnitten: Von der Planung und Finanzierung über die Realisierung bis hin zum langfristigen Betrieb bieten wir unseren Kunden in allen Phasen Leistungen, die auch die Ökobilanz von Projekten positiv beeinflussen. Dabei sind unsere Tochtergesellschaften eng vernetzt und arbeiten gemeinsam an optimalen Lösungen, die bis hin zum effizienten Energie-Contracting und zur ressourcenschonenden Bewirtschaftung reichen.

Insbesondere in den USA haben wir in den vergangenen Jahren die Entwicklung des grünen Bauens entscheidend mitgestaltet. Hier haben wir positive Erfahrungen mit dem nationalen US-Bewertungsstandard LEED des U.S. Green Building Council gesammelt. Bislang erhielten 74 von Turner realisierte Immobilien die LEED-Zertifizierung – darunter der Hearst Tower in New York City, bei dessen Bau etwa eine große Stahlmenge eingespart wurde, und die Zentrale der RAND Corporation in Santa Monica, die über Nachhaltigkeitselemente, wie etwa natürlichen Luftaustausch, verfügt.

Um Bauprojekte künftig auch in Deutschland objektiv und verlässlich nach Kriterien der Nachhaltigkeit bewerten zu können, haben wir uns für die Etablierung eines verbindlichen Standards stark gemacht. Als einziges Unternehmen der deutschen Bauindustrie gehört HOCHTIEF zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), stellt den Vizepräsidenten der DGNB und ist mit Vertretern in den Fachgremien präsent. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, mit Architekten, Ingenieuren, Wissenschaftlern, Maklern und Investoren haben wir uns mit Erfolg engagiert: In Deutschland wird nun das "Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" eingeführt – der erste nationale Ökostandard für Bauwerke. Es soll im Januar 2009 erstmals vergeben werden.

Anders als bisher bekannte Zertifikate wie LEED, BREEAM und HQE* berücksichtigt dieses flexiblere Zertifizierungssystem der zweiten Generation auch den Werterhalt von Immobilien sowie die Lebenszykluskosten. Damit werden erstmals auch ökonomische Größen in die Bewertung einbezogen. Das Zertifikat ermöglicht es also, die Gesamtqualität über den kompletten Lebenszyklus von Projekten festzustellen.

In die Zertifizierung fließen verschiedene Kriterien ein: So werden Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und soziale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort eines Bauwerks bewertet. Insgesamt umfasst das Nachhaltigkeitszertifikat etwa 60 Kriterien und wird für Hoch- ebenso wie für Tiefbauten anwendbar sein. HOCHTIEF trägt derzeit zur marktreifen Entwicklung des Gütesiegels bei: Momentan befinden sich zwölf Kriterien der Zertifizierung bei unserem Unternehmen im Praxistest. Sie werden zur Probe auf verschiedene nachhaltig realisierte Gebäude angewendet, darunter das Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt am Main, das HOCHTIEF in den 1990er-Jahren realisierte, und das 2006 ebenfalls in der Mainmetropole fertig gestellte Westend- Duo, das unter anderem mit einer Geothermieanlage ausgestattet ist.

Kunden und Investoren bekunden bereits starkes Interesse an der neuen Klassifizierung. Das Siegel, das in den Kategorien Bronze, Silber und Gold vergeben wird, gilt als verlässlicher, transparenter Ausweis besonders hoher Qualität und niedriger Betriebskosten: Allein die Energiekosten können erfahrungsgemäß um 20 bis zu 45 Prozent gesenkt werden. Vermietbarkeit, Preise, Wiederverkaufswert und Rendite von Immobilien, die stark von ökologischen Kriterien abhängig sind, steigen bei nachhaltig gestalteten Immobilien deutlich.

HOCHTIEF fördert die objektiven Standards nicht zuletzt, weil wir den Fokus auf die Qualität von Projekten legen: Damit rückt die reine Baupreisbetrachtung weiter in den Hintergrund – denn eine gute Ökobilanz lässt sich nur dann erzielen, wenn ein Projekt kompetent, langfristig und umfassend geplant wird. Dann stimmt über die Lebensdauer einer Immobilie auch die Wirtschaftlichkeit.

Der Markt für grünes Bauen ist groß: Würde nur ein Viertel aller Altbauten in Deutschland nach den Standards des Gütesiegels saniert, entstände nach Expertenmeinung ein jährliches Auftragsvolumen von 30 Mrd. Euro.

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* Leadership in Energy and Environmental Design, BRE Environmental Assessment Method, Haute Qualité Environnementale
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Weitere Informationen zum "Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" finden Sie im Internet unter www.dgnb.de oder unter www.bmvbs.de.

Informationen zum nachhaltigen Bauen bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/nachhaltigkeit.

 
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