im Geschäftsjahr 2008 liegt HOCHTIEF weiterhin voll auf Kurs. Die Zahlen zeigen auch im zweiten Quartal deutlich: Der Konzern strebt dynamisch voran. So haben wir in den ersten sechs Monaten das Konzernergebnis vor Steuern auf 292,2 Mio. Euro gesteigert das ist ein Plus von fast 61 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Aufgrund dieser Entwicklung heben wir unsere Prognose an.
Alle Unternehmensbereiche sind auf Erfolgskurs. Unsere Strategie, den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen zu begleiten und durch ein gezieltes Portfoliomanagement unsere Aktivitäten zu gestalten, zahlt sich aus. Mit den vier Modulen unserer Angebotspalette Entwicklung, Bau, Dienstleistungen sowie Konzessionen und Betrieb haben wir uns optimal positioniert, um die wachsende Nachfrage nach Leistungen aus einer Hand zu bedienen. Ganzheitliche, nachhaltige Lösungen und langfristiger Erfolg sind dabei Aspekte, die immer stärker an Bedeutung gewinnen. Das zeigt auch die Einführung des "Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen", für das wir uns stark engagieren.*
Im Modul Entwicklung haben wir uns gut weiterentwickelt. Im zweiten Quartal wurden mehrere Vorhaben begonnen, darunter ein Bürogebäude in Düsseldorf. Beim Lipowy Office Park in Warschau ist es uns einmal mehr gelungen, ein Projekt schon vor der Fertigstellung komplett zu vermieten hier wurde der größte Einzelmietvertrag Polens abgeschlossen. Dies ist der beste Beweis für die Attraktivität des Bürokomplexes und unsere Fähigkeit, gefragte Projekte zu entwickeln.
Unser Modul Bau zeigt sich ebenfalls weiterhin positiv: Auf unseren internationalen Märkten verzeichneten wir eine Reihe von Auftragserfolgen. Turner etwa realisiert in den USA neue Großprojekte im Gesundheitsbereich und im Bildungssektor, Flatiron erhielt neue Verkehrsinfrastruktur-Aufträge, darunter für den Bau einer Stahlträgerbrücke in Kanada.
Im asiatisch-pazifischen Raum überzeugt Leighton weiterhin mit Großprojekten: Zu den volumenstarken Aufträgen des zweiten Quartals zählt eine Schnellstraße in New South Wales. Zudem wurde ein Konsortium um die Leighton- Tochtergesellschaften Thiess und John Holland zum bevorzugten Bieter für das größte Transport-Infrastrukturprojekt Australiens ernannt, das ein Gesamtvolumen von mehr als 2,9 Mrd. Euro hat. Dieses Projekt in Brisbane besteht aus den drei Vorhaben Airport Link, Northern Busway und einer Airport-Überführung. Im Juli erfolgte der Financial Close.
Auch am Arabischen Golf ist Leighton höchst erfolgreich aktiv: In Abu Dhabi realisiert unsere Tochtergesellschaft in einem Joint Venture insgesamt sechs Tourismusprojekte. Die Al Habtoor Leighton Group erhielt in Dubai ebenfalls in einem Joint Venture den Auftrag zum Bau des Trump-Tower-Komplexes für fast 510 Mio. Euro. Diese und weitere Großprojekte spiegeln das enorme Potenzial dieses Markts, in dem wir uns frühzeitig gut positioniert haben.
In Europa setzen wir unseren eingeschlagenen Weg fort: Nach der organisatorischen Umstrukturierung und der klaren inhaltlichen Fokussierung unseres deutschen Hochbaugeschäfts haben wir uns operativ deutlich verbessert. Wir haben das Generalunternehmergeschäft erheblich reduziert. Wir konzentrieren uns auf solche Geschäfte, bei denen wir uns durch andere Kriterien vom Wettbewerb abheben können als nur durch den Preis. Außerdem haben wir neue Kriterien für eine faire Risikoverteilung etabliert. Dazu passen wir die Ressourcen in einem letzten Schritt der Restrukturierung im deutschen Hochbau noch einmal an. Insgesamt wird HOCHTIEF aber auch in diesem Jahr wachsen. Wir begegnen dem internationalen Fachkräftemangel dabei durch ein gezieltes Personalmanagement und bieten unseren Mitarbeitern intern vielfältige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ziel ist es, sie dort einzusetzen, wo wir ertragreiches Geschäft generieren können wie zum Beispiel in der Projektentwicklung, bei Dienstleistungen und Konzessionen oder im außerdeutschen Baugeschäft, das höhere Margen ermöglicht.
Im Modul Dienstleistungen agieren wir in einem Wachstumsmarkt. Indem wir die Kunden mit unserem Know-how unterstützen und ihnen so Freiraum für ihr Kerngeschäft schaffen, leisten wir einen wertvollen wirtschaftlichen Beitrag etwa im Mercedes-Benz-Werk in Bremen, wo HOCHTIEF den Auftrag für das technische Facility-Management erhielt.




