Zwischenlagebericht
Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
HOCHTIEF hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008 die Umsatzerlöse abermals gesteigert. Mit 9,06 Mrd. Euro das ist ein Plus in Höhe von 14,7 Prozent wurde der Vorjahreswert (7,9 Mrd. Euro) um 1,16 Mrd. Euro übertroffen. Motor dieser erfolgreichen Entwicklung war die weiterhin robuste Nachfrage auf den ausländischen Märkten und in den von HOCHTIEF konsequent ausgebauten Geschäftsfeldern. Nicht nur das äußerst stark verlaufene Auslandsgeschäft war ein Erfolgsfaktor: Auch auf dem Heimatmarkt in Deutschland wurden mit 1,02 Mrd. Euro (Vorjahr 919,7 Mio. Euro) wieder höhere Umsätze erzielt.Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas setzte die zu Beginn des Geschäftsjahres eingeleitete positive Umsatzentwicklung fort. Mit 3,69 Mrd. Euro verzeichnete HOCHTIEF auf dem amerikanischen Kontinent ein zweistelliges Wachstum von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (3,31 Mrd. Euro). Hierzu trug insbesondere der über die Aktivitäten von Flatiron gelungene Einstieg in den Wachstumsmarkt für Verkehrsinfrastruktur in den USA bei. Daneben hat auch Turner das Umsatzvolumen mit 3,28 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr (3,23 Mrd. Euro) leicht erhöht. Aufgrund der anhaltenden Dollarschwäche spiegelt der Umsatzzuwachs in der Konzernwährung Euro den in der Landeswährung erreichten Erfolg nur unzureichend wider. In US-Dollar hat Turner die Umsatzerlöse um 759 Mio. US-Dollar das sind knapp 18 Prozent auf 5,07 Mrd. US-Dollar gesteigert. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 3,57 Mrd. Euro und baute damit das hohe Vorjahresniveau (3,08 Mrd. Euro) nochmals um rund eine halbe Mrd. Euro aus. Leighton profitierte dabei im Geschäftsfeld Contract-Mining von der weiterhin hohen Nachfrage nach den Rohstoffen Kohle und Eisenerz sowie von der Realisierung anspruchsvoller Infrastrukturprojekte in Australien. Sehr erfreulich war die Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe, der mit 1,08 Mrd. Euro (Vorjahr 906,4 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2008 die Milliardengrenze wieder überschritten hat. Ausschlaggebend hierfür war die starke Entwicklung im Osteuropageschäft. Die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services trugen ebenfalls mit jeweils mehr als 70 Mio. Euro zum Umsatzwachstum bei. Während HOCHTIEF Real Estate dabei insbesondere vom guten Geschäftsverlauf im Bereich Immobilienprojektentwicklung und im neuen Geschäftsfeld Property-Management profitierte, wirkte sich bei HOCHTIEF Services der im Vorjahr erfolgte Zukauf im Geschäftsfeld Energy-Management positiv aus.
Mit einem Beteiligungsergebnis von 173,2 Mio. Euro (Vorjahr 98,5 Mio. Euro) erreichte HOCHTIEF bereits in der ersten Jahreshälfte 2008 einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag. HOCHTIEF Asia Pacific profitierte dabei von hervorragenden Ergebnisbeiträgen aus den in Gemeinschaftsunternehmen realisierten Großprojekten. Gegenläufig verhinderten erforderliche Abschreibungen von Investments in einzelne Projektgesellschaften im Umfang von 114,6 Mio. Euro eine noch bessere Performance. Das Beteiligungsergebnis des Bereichs stieg von 44,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 113,1 Mio. Euro in der Berichtsperiode. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Real Estate. Während HOCHTIEF Americas dabei höhere Beteiligungserträge bei Turner und Flatiron vereinnahmen konnte, erzielte HOCHTIEF Real Estate insbesondere Erträge von der im Vorjahr erworbenen Beteiligung aurelis. Unsere Flughafenbeteiligungen entwickelten sich auch in der ersten Jahreshälfte 2008 operativ sehr positiv. Ohne Berücksichtigung der im Vorjahr vereinnahmten Sonderdividende aus der Refinanzierung des Flughafens Sydney lag der Ergebnisbeitrag aus dem Airport-Bereich über dem Vorjahr.
Das im Vorjahr in nahezu allen Unternehmensbereichen durch Akquisitionen realisierte Wachstum des HOCHTIEF-Konzerns erforderte eine entsprechende Ausstattung mit Fremdmitteln. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen schlugen sich im verminderten Finanzergebnis nieder, das mit -38,9 Mio. Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert von 22,7 Mio. Euro zurückblieb.




