Sonderthema
Konzernübergreifendes Innovationsmanagement -
HOCHTIEF baut intelligente Immobilie inHaus2
Innovationen sind bei HOCHTIEF fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Sie tragen wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Konzerns zu stärken. Mit unserem konzernweiten Innovationsmanagement generieren wir darum neues Wissen, um frühzeitig künftige Geschäftsfelder zu erschließen und bestehende Prozesse zu optimieren. Eines unserer Themen ist in diesem Zusammenhang die intelligente Nutzimmobilie der Zukunft - daran arbeiten wir mit dem Projekt "inHaus2" gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft und weiteren Partnern aus der Wirtschaft.
Bei dem Forschungsprojekt sollen intelligente und vernetzte Technologien für Gewerbeimmobilien entwickelt werden. Das Spektrum reicht dabei von der Bauphysik bis zur Mikroelektronik. Die Nutzimmobilie inHaus2 entsteht in Duisburg in direkter Nachbarschaft zu inHaus1, einem Innovationslabor für Wohnimmobilien. Die Grundsteinlegung für das Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 5170 Quadratmetern wird am 21. Mai 2007 stattfinden. HOCHTIEF investiert in das Projekt inHaus2 insgesamt 4,3 Mio. Euro.
Bis Mitte 2008 bauen wir mit inHaus2 eine flexible Plattform, die sich den Wünschen und Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzer anpasst. Im Forschungsteil des Gebäudes lassen sich die Räume etwa als Hotel-, Kranken- oder Seniorenzimmer der Zukunft erproben. Außerdem untersuchen Fachleute, wie sie Büros variabel gestalten können - auf drei Stockwerken werden die entsprechenden Räume samt
Beim Projekt inHaus2 ermöglicht
das vierdimensionale Gebäudemodell
ViCon bereits
heute, die einzelnen Bauphasen
ebenso wie die spätere
Akustik und das Klima im Gebäude
darzustellen.
elektronischer und informationstechnischer Infrastruktur sowie der dazugehörigen Einrichtung installiert. Mithilfe eines intelligenten Raum- und Gebäudesystems lassen sich neuartige Nutzeffekte realisieren. Ein Raum, der selbsttätig Notfälle meldet, oder eine Klimaanlage, die mit dem Terminkalender des Nutzers vernetzt ist und ihre Leistung entsprechend der An- und Abwesenheit energiesparend anpasst - das sind nur einige Beispiele für den Einsatz intelligenter Systeme. Bis Mitte 2010 sollen solche Systeme im Betrieb getestet, verbessert und marktfähig gemacht werden. HOCHTIEF organisiert den Bau des inHaus2 in Form einer "intelligenten Baustelle". Dazu gehört es beispielsweise, Materialien mit Chips auszustatten, die später im fertigen Gebäude den Grad der Wärmedämmung angeben. Ein Baustellen-Webportal speichert, verwaltet und interpretiert die Baustellendaten aller Art.
Als einer der weltweit führenden Anwender des virtuellen Planens und Bauens setzen wir auch diese innovative Technologie bei inHaus2 ein und planen die Immobilie in 4-D. Beim Virtual Design and Construction (ViCon) wird jede einzelne Bauphase räumlich und in der vierten Dimension zeitlich vorab simuliert. Auch die Akustik und das Klima des Gebäudes sind am Computer gestaltbar. Die Vorteile sind vielfältig: Die verschiedenen Gewerke und die Baustellenlogistik lassen sich deutlich besser koordinieren. Mithilfe der sogenannten "Clash-Detection" können durch ViCon geometrische Konflikte rechtzeitig entdeckt werden. So verringern sich die Risiken für die weitere Planung und Bauausführung. ViCon setzen wir weltweit mit großem Erfolg ein - bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006 konzernweit bereits bei 186 Projekten.
Unseren unternehmensübergreifenden Ansatz, Immobilien entlang ihrer Wertschöpfungskette zu begleiten, realisieren wir auch bei inHaus2: Unsere Gesellschaft HOCHTIEF Consult plant in Zusammenarbeit mit HOCHTIEF ViCon das High-Tech-Gebäude, HOCHTIEF Construction errichtet mit der Unterstützung von Streif Baulogistik inHaus2 innerhalb von 14 Monaten und HOCHTIEF Facility Management wird die Forschungseinrichtung anschließend betreiben. In der "Gemeinschaftsarbeit" der HOCHTIEF Schwestergesellschaften kommt auch die intensive, erfolgreiche Vernetzung innerhalb unseres Konzerns bei der Forschung, Planung und Umsetzung zum Ausdruck.




