
am 1. April 2007 habe ich das Amt des Vorstandsvorsitzenden
von HOCHTIEF übernommen und freue mich sehr, Ihnen
insgesamt gute Quartalszahlen für die ersten drei Monate des
Geschäftsjahres 2007 präsentieren zu können. So haben wir
unser betriebliches Ergebnis um 40 Prozent, unser Vorsteuerergebnis
um 31 Prozent gesteigert. Dies ist uns trotz der Verluste
im deutschen Hochbau gelungen.
Unser Unternehmen erfüllt damit insgesamt die hohen Erwartungen von Kunden, Partnern und Kapitalgebern. Zu Letzteren zählt nun mit einer Beteiligungsquote von 25,08 Prozent das spanische Unternehmen Actividades de Construcción y Servicios (ACS) als neuer Großaktionär. ACS kennen wir seit Langem durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei Großprojekten - dazu gehört etwa der gemeinsame Betrieb der Mautautobahn Vespucio Norte Express in Chile. Wir begrüßen es, dass wir mit der Anteilsübernahme durch ACS nun wieder eine stabile Aktionärsstruktur haben und unsere erfolgreiche Konzernstrategie planmäßig fortsetzen können. Gemeinsam mit ACS prüfen wir derzeit, wie wir durch ausgewählte Kooperationen Mehrwert für unsere Aktionäre schaffen können.
Dabei zahlt es sich klar aus, dass wir in den vergangenen Jahren massiv in die Weiterentwicklung von HOCHTIEF investiert haben. Unser Konzern verfügt heute über eine ausgeprägte Vernetzung seiner Angebote und Leistungen. Zahlreiche Projekte, bei denen wir die Fähigkeiten mehrerer HOCHTIEF-Gesellschaften zu Komplettleistungen über die gesamte Wertschöpfungskette bündeln, zeigen das. Die strategische Verzahnung unserer Angebotspalette werden wir weiter aktiv vorantreiben. Dabei fördern wir Innovationen - das Projekt inHaus2* ist ein Beispiel für diese Entwicklung.
Für unser starkes Modul Konzessionen und Betrieb können wir berichten, dass sich die Wertsteigerung bei unseren Projekten fortsetzt. Insgesamt hat sich HOCHTIEF AirPort zu einem wichtigen Ergebnisträger des Konzerns
Die Idee der Investitionspartnerschaft im Airport-Bereich haben wir auf unser Public-Private-Partnership-Geschäft übertragen und mit der Gründung der Gesellschaft HOCHTIEF PPP Schools Capital ein innovatives Instrument geschaffen, um unsere PPP-Schulprojekte in Großbritannien und Irland für Investoren zu öffnen. Damit können wir unsere Strategie noch erfolgreicher umsetzen, nachhaltige Werte zu schaffen, aber gleichzeitig bereits während des Portfolioaufbaus höhere Erträge zu realisieren.
Das Konzessionsgeschäft konnten wir auch in Australien mit dem Contract-Mining erfolgreich ausbauen. Im ersten Quartal wurde das Angebot durch die Akquisition des Unternehmens CE Marshall and Sons Earthmoving Pty Ltd. um Dienstleistungen im Bergbaugeschäft ergänzt.
Im Modul Entwicklung verleiht eine weitere, im April getätigte Akquisition dem Projektentwicklungsgeschäft von Leighton neue Impulse: Durch die Übernahme von Anteilen an Devine Limited, einem führenden australischen Projektentwickler im Bereich Wohnungsbau, positioniert sich Leighton in diesem Markt neu.
In Deutschland verzeichnete HOCHTIEF Projektentwicklung ein sehr gutes erstes Quartal mit hochwertigen neuen Projekten. Auch auf den mittel- und osteuropäischen Märkten verbuchen wir Erfolge, etwa im Wachstumssegment Logistik.
Eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung verzeichnen wir im Modul Bau: Der Unternehmensbereich Asia Pacific erzielte eine hervorragende Auftrags- und Ergebnisentwicklung. Insbesondere im starken Infrastrukturbereich realisiert unsere Tochtergesellschaft Leighton zahlreiche Großprojekte. Auch im Unternehmensbereich Americas sind wir mit Turner bestens aufgestellt - neue Projekterfolge wurden insbesondere im Segment Gesundheitsimmobilien erzielt.
Im Hochbau in Deutschland mussten wir Verluste hinnehmen und stehen vor großen Herausforderungen. Die Erholung der Bauwirtschaft führte zu dramatischen Anstiegen bei Materialpreisen. Bei mehreren größeren Festpreisaufträgen ist es uns bisher nicht gelungen, Preissteigerungen bei Nachunternehmern und Material an die Kunden weiterzuberechnen. Wir haben Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen: Die Selektionskriterien für Neuaufträge wurden verschärft und die internen Vorgaben für Kalkulation und Vertragsbedingungen bei Angeboten angepasst. Beim margenschwachen Generalunternehmergeschäft werden