Zwischenlagebericht
Auftragslage
Die Auftragslage des Konzerns ist zum ersten Quartal 2010 unverändert gut. Der Auftragsbestand markierte erneut einen Höchstwert in der Geschichte von HOCHTIEF.
Auftragseingang
Im ersten Quartal 2010 ist der Auftragseingang in Deutschland um 9,6 Prozent zurückgegangen. International nahmen die Neuaufträge um 22,9 Prozent ab. Der Rückgang im internationalen Geschäft ist vor allem auf HOCHTIEF Asia Pacific – und hier überwiegend auf einen verzögerten Eingang von Großprojekten – zurückzuführen. Im April 2010 wurde jedoch bereits ein großer Teil des Rückgangs aufgeholt.
Konzernleistung
Die Leistung lag im ersten Quartal 2010 mit 4,76 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau (–0,5 Prozent). Bei HOCHTIEF Americas blieb die Leistung analog zum Auftragseingang unter dem Vergleichswert des Vorjahres, bei HOCHTIEF Europe führte der strenge Winter zu einem Rückgang.
Auftragsbestand
Der Auftragsbestand erreichte mit einer absoluten Höhe von 36,74 Mrd. Euro erneut eine historische Rekordmarke. Gegenüber dem Vorjahreswert ergab sich ein Plus in Höhe von 5,37 Mrd. Euro, im Wesentlichen aus einem positiven Währungseffekt aus dem australischen Dollar.
Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
HOCHTIEF erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 4,45 Mrd. Euro. Das im Vergleichszeitraum des Vorjahres erreichte Volumen in Höhe von 4,4 Mrd. Euro wurde damit leicht übertroffen. Für diesen Anstieg war insbesondere die starke Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific verantwortlich. Unsere Tochtergesellschaft Leighton profitierte dabei von der weiterhin robusten Nachfrage nach Rohstoffen und Bauleistungen im asiatisch-pazifischen Raum und in der Golfregion. Mit 2,47 Mrd. Euro lag das Umsatzvolumen von HOCHTIEF Asia Pacific um 40,5 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (1,76 Mrd. Euro). Aus der starken Wechselkursentwicklung des australischen Dollars gegenüber dem Euro resultierte in der Berichtsperiode ein positiver Währungseffekt in Höhe von 567,9 Mio. Euro. Bereinigt um diesen Effekt belief sich der Umsatzanstieg auf 8,3 Prozent. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF
Americas musste sich auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Trotz der starken Stellung von Turner und Flatiron in ihren jeweiligen Marktsegmenten fiel das Umsatzvolumen mit 1,29 Mrd. Euro im Vorjahresvergleich (1,74 Mrd. Euro) jedoch deutlich niedriger aus. Zudem führte die Währungskursentwicklung des US-Dollars zu einem umrechnungsbedingten Umsatzrückgang in Höhe von 74,6 Mio. Euro. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe erzielte im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 460,1 Mio. Euro. Die Bautätigkeit wurde dabei in weiten Teilen Europas durch den relativ lang anhaltenden und strengen Winter beeinträchtigt. Aus diesem Grund blieb der Umsatz von HOCHTIEF Europe um 13,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres (532,1 Mio. Euro). Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate verfolgt aufgrund der schwierigen Situation am Immobilienmarkt eine restriktive Politik bei der Entwicklung von Neuprojekten. Das Volumen der in Realisierung befindlichen Projekte und die daraus resultierenden Umsätze in Höhe von 34,7 Mio. Euro bewegten sich deutlich unter dem Vorjahreswert von 155,6 Mio. Euro. Demgegenüber erreichte der Unternehmensbereich HOCHTIEF Services in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 mit 153 Mio. Euro nahezu das Umsatzniveau des Vorjahres (154,4 Mio. Euro).
Trotz der Ende 2009 einsetzenden Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds waren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 noch immer spürbar. Das betriebliche Ergebnis/ EBITA blieb daher mit 152,3 Mio. Euro um 5,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres (161,1 Mio. Euro). Mit Ausnahme des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Europe, der mit –1,1 Mio. Euro (Vorjahr 4,9 Mio. Euro) ein leicht negatives EBITA ausweist, haben jedoch alle operativ tätigen Unternehmensbereiche des Konzerns schwarze Zahlen geschrieben. Bei HOCHTIEF Europe wirkte sich insbesondere die durch den strengen Winter zu verzeichnende geringere Bauleistung und die damit einhergehende Geschäftskostenunterdeckung aus. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete hingegen der Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific, der das betriebliche Ergebnis gegenüber dem Vorjahr (95,4 Mio. Euro) um 28,6 Prozent (wechselkursbereinigt 0,5 Prozent) auf 122,7 Mio. Euro gesteigert hat. HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Concessions zeigten eine gleichlaufende Ergebnisentwicklung und blieben nahezu auf Vorjahresniveau. Während HOCHTIEF Americas ein betriebliches Ergebnis in Höhe von 24,5 Mio. Euro (Vorjahr 26,2 Mio. Euro) erreichte, wurden bei HOCHTIEF Concessions 18 Mio. Euro (Vorjahr 19,2 Mio. Euro) erzielt. Im Unternehmensbereich
